Das Hauptthema meines Romans

Das Hauptthema meines Kriminalromans ist trotz des Titels nicht Corona oder der Lockdown. Die Pandemie stellt eigentlich nur den Hintergrund der Handlung dar, ein zusätzliches lästiges Ereignis, das die Arbeit meiner Krimi-Heldinnen und -Helden erschwert. Das Hauptthema ist Mobbing. Es beginnt alles mit Mobbing, das sehr weit geht und schlimm endet: Eine Schülerin bringt sich deshalb um. Bei der Leserunde auf Lovelybooks wurde mir bewusst, dass es sich um ein sehr aktuelles Thema handelt. Ein Thema, über das heute in den Schulen viel gesprochen wird, das aber noch vor fünfzehn Jahren kaum angeschnitten wurde. Durch Beiträge von Leserinnen und Lesern erfuhr ich, dass auch sie oder ihre Kinder in der Vergangenheit gemobbt wurden und dass die meisten Lehrer(innen) dieser Tatsache damals gleichgültig gegenüberstanden. Früher gab es für dieses Phänomen noch nicht einmal einen Ausdruck.

Heute ist Mobbing ein wichtiges Thema, vor allem, weil jedes Jahr deshalb Selbstmorde geschehen. Heute ist außerdem auch das Cyber-Mobbing dazugekommen, das mittlerweile ein bedeutendes Problem darstellt. Viele Schüler(innen) werden in den Social Medias verspottet, bloßgestellt oder verbal sexuell belästigt. Streitigkeiten zwischen Schulkamerad(inn)en werden im Internet ausgetragen und arten so teilweise in regelrechte Schlammschlachten aus, an denen sich beteiligen kann, wer will. Auch das Fotografieren und Filmen von Mitschüler(inne)n in peinlichen Situationen ist gang und gäbe. Häufig wird versucht, mit Bildern und Filmen, die andere bloßstellen, „Likes“ in den Social Medias zu erhalten. All das macht den Schulalltag der Jugendlichen heute zu einem wahren Spießrutenlauf. Doch hier in Frankreich und sicher auch in den anderen europäischen Ländern werden die Schüler(innen) immer mehr darauf hingewiesen, dass Mobbing und vor allem nachweisbares Web-Mobbing eine kriminelle Handlung darstellt, die vom Gesetz bestraft wird.

Der große Unterschied zu früher besteht darin, dass die Schüler heute sensibilisiert werden. Den Opfern wird eingeschärft, dass sie sich Hilfe holen müssen. Die Täter werden gewarnt. Und trotzdem ist das Mobbing-Problem an Schulen schwer zu lösen. Und jedes Jahr gibt es Opfer wie Emeline, die von ihren Mitschüler(inne)n durch bösartige und teilweise sogar kriminelle Aktionen in den Selbstmord getrieben werden.

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